Das Klabauter Theater stellt sich vor ...



Foto: Dmitrij Leltschuk

Das Klabauter Theater ist eines der ältesten deutschen Theater, in dem Menschen mit Behinderung hauptberuflich und professionell als Schauspieler*innen arbeiten. Im Jahr 2015 hat Dorothee de Place die künstlerische Leitung des Hauses übernommen.

Zurzeit besteht das Ensemble aus 12 fest engagierten Darsteller*innen.

Sie trainieren gemeinsam und gestalten zusammen auf der Bühne ein Bild der größtmöglichen Vielfalt und Ausdrucksstärke. Das Ensemble entwickelt eigene Stücke oder bearbeitet klassische sowie zeitgenössische Texte neu. Dies sowohl in Eigenregie als auch in Kooperation mit externen Regisseur*innen und Künstler*innen. 

So entstehen eigenwillige und berührende Inszenierungen für ein breites Publikum.

 

Das Klabauter Theater ist in Zusammenarbeit mit dem Rauhen Haus 1998 entstanden. Es ist der Individuellen Arbeitsbegleitung (IAB) angegliedert, die zum Stiftungsbereich Teilhabe mit Assistenz gehört. Seit 2006 hat das Theater eine eigene Bühne in einem ehemaligen Gemeindehaus in der Nähe des Berliner Tors. Der Saal bietet Platz für etwa 80 Besucher*innen.

Im gesamten Theater, bei der Technik, dem Service, der Reinigung oder im Büro, sind weitere Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen entstanden.

 

Das Klabauter Theater ist Mitglied des Dachverbandes freier darstellender Künste Hamburg, DfdK. Es gehört zu HAMBURG OFF, dem Zusammenschluss von sechs Hamburger Bühnen - off mainstream. Seit September 2016 ist das Klabauter Theater Kooperationspartner im TUSCH Programm¹, Theater und Schule, Hamburg.

Neben den regelmäßigen abendlichen Vorstellungen können Gruppen und Schulklassen auch vormittags Vorstellungen buchen oder im Rahmen von Workshops und Probenbesuchen die Arbeit des Ensembles kennenlernen. Speziell für Schulen gibt es ab dem Sommer 2016 ein Workshop-Angebot zum Thema "Faire Startbedingungen": Die Olympia Probe².

¹ Ein Programm der Hamburger Behörden für Kultur und Bildung, sowie der Mercator Stiftung und der Bürgerstiftung Hamburg.
² Gefördert durch den Fonds Soziokultur

 

Chronologie der Stücke:

2018 "Endspiel" von Samuel Beckett

2017 "Bühnentod" mit Jan Köhler

2017 "Die Zeitraffer" mit Die AZUBIS (Christopher Weiß, Kai Fischer)

2017 "Die Olympia Probe"

2016 "NICHTS"

2016 "Ajax Katharsis"

2014 "Elbenstern"

2013 "Frankensteins Erbe" mit  Die AZUBIS (Christopher Weiß, Kai Fischer)

2011 "Crazy Sommernachtstraum (reloaded)"

2010 "WeltWildFremd"

2009 "Ungehalten sein" - nach Schillers "Räuber"

2008 "Crazy Sommernachtsträume" 

2006 "Ein Fest für alle" nach dem Gleichnis "die Rückkehr des verlorenen Sohnes"

2004 "Andersisches Kaleidoskop " ein Stück über das Anderssein

2003 "Yvonne, die Burgunderprinzessin" von Witold Gombrowicz

2002 "Glückslos glücklich" - eine Revue sehr frei nach dem Märchen "Hans im Glück"

2000 "Der Sturm" von Shakespeare

1998 "Seltsames Spiel" - eine schillernde Soap- Oper