AJAX Katharsis



Foto: Herwig Lührs

frei nach Sophokles, inspiriert von Luz

PREMIERE 2016

Kriege schaffen Opfer. Und Helden.

Wo siehst Du Dich?

So manche opfern sich und werden so zu Helden. Mancher Held wird zum Opfer der Begeisterung anderer. Manches Opfer wird erst nachträglich zum Helden gemacht. So mancher wird zum Opfer des Wunsches, ein Held zu sein.

Siehst Du Dich?

Die Einen sind stark und deshalb angreifbar. Die Anderen schwach und deshalb heilig. Heilig?! Im Krieg? Was soll denn daran heilig sein?? 

Ajax ist der zweitgrößte Held vor Troja, nach Achilles. Und das wurmt ihn.

Luz ist ein Karikaturist von Charlie Hebdo, der zu spät kam. Und das rettete ihm das Leben.

Das was? Das Leben.

Das Leben als was?

Das Ensemble des Klabauter Theaters spielt das Ende des Ajax, einen kleinen Abschnitt aus dem großen Trojanischen Krieg, in dem ein großer Krieger einen kleinen und unehrenhaften Tod findet, und fragt sich dabei im Großen wie im Kleinen, was den Menschen ausmacht.

Es ist ein Abwägen: Kraft oder Weisheit, Göttlichkeit oder Menschlichkeit, Geburt oder Rettung, Verantwortung gegenüber dem eigenen Kind oder Verantwortung gegenüber der Gesellschaft?

Ajax Katharsis ist die erste Arbeit des Klabauter Ensembles unter der neuen künstlerischen Leitung von Dorothee de Place.

Spiel:
Ajax, ein Held: Oliver Gerhard
Tekmessa, seine Frau: Sabrina Fries 
ihr Sohn: Sven Olejnik 
Teukros, Ajax' Bruder: Marc-André Steffen 
Athene, eine Göttin: Agnes Wessalowski, Dagmar Dethlefsen, Emily Willkomm
Odysseus, ein anderer Held: Amon Nirandorn 
Menelaos, ein Heldenmacher: Katrin Heins
Agamemnon, ein Heerführer:  Lars Pietzko 
in weiteren Rollen: Cornelia Neudeck, Thea Sagawe

Regie: Dorothee de Place
Musik: Florian Polzin
Licht: Simon Zander
Ausstattung: Tina Erösová
Assistenz: Lisa Apel und Rico Lorenz

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